fit4heat — Hitze & Gesundheit

Hitze und Gesundheit

Warum hohe Temperaturen zur Gefahr werden können

Physiologische Prozesse funktionieren nur in einem engen Temperaturbereich optimal. Daher ist der menschliche Körper bestrebt seine Körpertemperatur konstant zu halten. Dies tut er vor allem, indem er diese durch Verdunstung in Form von Schwitzen, aber auch andere Mechanismen abgibt (Zhao et al., 2021).

Hitze führt zu vorhersehbaren und gut beschriebenen physiologischen Belastungsmustern, die der Mensch jedoch, wenn die Belastung moderat ausfällt, kompensieren und an die er sich letztendlich in einem gewissen Rahmen anpassen kann (O`Connor, 2025). Extreme Hitze jedoch bedroht die Gesundheit und letztendlich das Leben.

Da Hitzewellen immer häufiger und intensiver werden und länger andauern, wird die Frage nach der Überschreitung thermischer Grenzen immer dringlicher. Hier kommt der Begriff der Feuchtkugeltemperatur ins Spiel, die unter Einbezug der relativen Luftfeuchtigkeit Auskunft geben sollen, ab welcher Umgebungstemperatur der menschliche Körper in Gefahr gerät zu überhitzen. Eine Feuchtkugeltemperatur von 35 °C wurde bislang als theoretische Obergrenze für die Fähigkeit des Menschen zur biologischen Thermoregulation angenommen. Jüngste empirische Studien haben jedoch eine deutlich niedrigere maximale Feuchtkugeltemperatur ermittelt, bei der Thermoregulation selbst bei minimaler Stoffwechselaktivität möglich ist. (Vecellio et al., 2023, Powis et al., 2023)

Neben verhaltensbezogenen Maßnahmen zur Prävention von Gesundheitsgefahren durch Hitze, sind Anpassungsstrategien zur Steigerung der Hitzetoleranz gegenüber Umwelthitze eine Möglichkeit sowohl gefährdete Personen, aber auch gesunde Menschen zu schützen (Lim, 2020).

Hitzewellen werden häufiger, länger und intensiver. Umso wichtiger ist es, Gesundheitsgefahren frühzeitig zu erkennen und geeignete Schutzmaßnahmen zu etablieren. fit4heat unterstützt Gesundheitseinrichtungen dabei, Hitzeschutz als festen Bestandteil moderner Gesundheitsversorgung zu verankern.

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Hitze raubt den Schlaf

Warum warme Nächte ein Gesundheitsrisiko darstellen

Im Sommer schlafen wir im Keller…

…erzählte mir kürzlich meine Nachbarin. Nach kurzem Schmunzeln musste ich zugeben, dass die Idee gar nicht schlecht ist, wenn man die Möglichkeit dazu hat, da Hitze zu geringerer Schlafqualität und Schlafdauer führt. Noch mehr, fällt die überwiegende Zahl der Schlafparameter umso schlechter aus, je heißer die Innen- und Außentemperaturen sind. Wiederum sind vor allem durch Hitze in ihrer Gesundheit besonders gefährdete Gruppen von diesem Zusammenhang besonders betroffen, (Chevance et al., 2024), vor allem bei Frauen und chronisch erkrankten Personen führt Hitze zu einer Verkürzung des Nachtschlafs (Liao et al., 2025).

Schlaf ist ein essenzielles Bedürfnis des Menschen. Zahlreiche Untersuchungen deuten darauf hin, dass der zirkadiane Abfall der Körperkerntemperatur Voraussetzung für den Beginn des menschlichen Schlafs ist (Herberger et al., 2024). Eine Raumtemperatur im Schlafbereich zwischen 16oC und 18oC unterstützt dabei. Die steigende Anzahl sogenannter Tropennächten, in denen die Außentemperatur nicht unter 20oC sinkt, steht dem entgegen und raubt uns damit den Schlaf. Auch gehen hohe Temperaturschwankungen zwischen einzelnen Nächten mit einer 20- bis 50-%igen Zunahme von Schlafrhythmusstörungen einher (Lechat et al., 2025).

Die genauen Mechanismen, die dahinterliegen, sind bislang noch nicht vollständig geklärt. Hou et al. (2023) sehen eine geringere Schlafqualität als Ergebnis eines Zusammenhangs zwischen Hitze und psychischem Wohlbefinden. Aktuell wird auch der Zusammenhang zwischen Schlaf und Lebenserwartung vermehrt diskutiert. Neben der Schlafdauer zählt dabei die Schlafqualität zu den stärksten Determinanten gesunden Alterns (Patru et al., 2026).

Nicht jede Hitzebelastung lässt sich vermeiden – umso wichtiger sind Wissen und Handlungskompetenz. fit4heat unterstützt Gesundheitseinrichtungen dabei, Gesundheitskompetenz zu fördern und wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete Maßnahmen zum Schutz gefährdeter Personen in ihrer Einrichtung zu übersetzen.

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Wenn die Hitzewelle plötzlich kommt

Warum jede Einrichtung einen Hitzeschutzplan braucht

Der Sommer beginnt am 21. Juni, die Hitzewelle plötzlich …

… gut, wenn dann bereits mit einem Hitzeschutzplan vorgesorgt ist, besser noch mit einem Hitzeaktionsplan.

Einrichtungen des Gesundheitswesens aller Art können in unterschiedlicher Weise von Hitze betroffen sein: Zum einen adressiert das Angebot von Gesundheitseinrichtungen überwiegend Personen, die gegenüber Hitzegefahren besonders vulnerabel sind – etwa chronisch erkrankte, ältere oder sehr junge Menschen – und daher eines besonderen Schutzes bedürfen. Zum anderen sind die Mitarbeiter:innen während Hitzeperioden zusätzlichen starken Belastungen ausgesetzt, etwa durch das Tragen von Schutzkleidung, bauliche Gegebenheiten, die zu einer starken Erhitzung der Räumlichkeiten führen (z. B. große Glasfronten), oder die Arbeitsumgebung, z. B. im Rettungsdienst oder in der mobilen Pflege. Gesundheitsprobleme, Leistungsminderung und Fehlerhäufigkeit nehmen zu (Winkelmayr et al., 2023). Auch das vermehrte Fallaufkommen, vor allem in der Akutversorgung, während Hitzeperioden stellt eine zunehmende Herausforderung für das System dar.

Hitzeschutzpläne bzw. Hitzeaktionspläne, welche sowohl auf nationaler als auch, beinahe vollständig, auf Bundesländerebene in Österreich vorliegen, empfehlen einen solchen uneingeschränkt auch für Gesundheitseinrichtungen.

  • Ziele sind die Reduzierung hitzebedingter Mortalität und Morbidität und die Vermeidung einer Überlastung des Systems und der Mitarbeiter:innen durch die Prävention von Komplikationen, Notfallsituationen und anderer gesundheitlicher Auswirkungen (Mücke, 2023). Nach klar definierten Kriterien und unter Nutzung eines Hitzewarnsystems werden Kommunikations- und Entscheidungskaskaden automatisch ausgelöst.
  • Ein vorausschauendes Vorgehen entlastet Ressourcen, weil Prozesse und Interventionen bereits im Hitzeschutzplan an die jeweilige Gefährdungsstufe angepasst sind.
  • Ein Stufenplan hilft dabei, das aktuelle Gefährdungspotenzial laufend zu berücksichtigen und die Versorgungssicherheit aufrechtzuerhalten.

Hitzeschutzpläne liegen damit klar in der Verantwortung des Managements und stellen eine Anforderung der Zeit dar. Ihre volle Wirksamkeit können sie nur entfalten, wenn sie die Spezifika der jeweiligen Einrichtung berücksichtigen, als Querschnittsmaterie in alle Prozesse Eingang gefunden haben, im Rahmen eines Implementierungsprozesses allen Mitarbeiter:innen bekannt gemacht werden und regelmäßig evaluiert werden.

Hitzewellen sind vorhersehbar – Überlastung, Unsicherheit und improvisierte Entscheidungen müssen es nicht sein. fit4heat unterstützt Gesundheitseinrichtungen dabei, Hitzeschutz als festen Bestandteil moderner Gesundheitsversorgung zu verankern und individuelle Hitzeschutzpläne zu entwickeln, die auf die spezifischen Anforderungen der jeweiligen Einrichtung abgestimmt sind.

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Vom Hitzeschutzplan zum Hitzeaktionsplan

Denken in Zeithorizonten

Obwohl die beiden Begriffe zumeist synonym verwendet werden, lohnt sich eine genauere Betrachtung, da die Unterscheidung Auswirkungen auf die Strategie zur Prävention von hitzebedingten Gesundheitsgefahren in Gesundheitseinrichtungen hat (Blättner et al., 2023).

Ein Hitzeschutzplan ist zumeist spezifisch und umfasst häufig viele Akutmaßnahmen bzw. Interventionskaskaden mit dem Fokus auf aktuelle oder kurz bevorstehende Hitzetage oder -wellen. Die Vorgaben oder Sofortmaßnahmen beziehen sich häufig auf konkrete Hitzewarnstufen, eine Anpassung der Interventionen erfolgt entsprechend der jeweiligen Gefährdungsstufe. Ein Hitzeschutzplan kann Teil eines umfassenderen Hitzeaktionsplans sein oder als eigenständiges Kurzkonzept fungieren.

Der Hitzeaktionsplan stellt ein umfassenderes Konzept dar. Er adressiert alle Zeithorizonte, beginnend bei der akuten Hitzesituation und endend bei langfristiger Planung, wobei strukturelle Maßnahmen wie Begrünung oder Bauplanung einbezogen werden. Er umfasst somit kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen und erfordert ein strukturiertes Management. Ein Hitzeaktionsplan enthält Vorgaben zu Kommunikation(skaskaden) und Warnsystemen, enthält aber ebenso konkrete Handlungsempfehlungen für Akutereignisse bzw. beinhaltet einen Hitzeschutzplan als Teilbereich. Auch der Sensibilisierung für das Thema der hitzebedingten Gesundheitsgefahren bzw. Mitigationsstrategien, um Hinweise zu geben, wie jeder einzelne zum Klimaschutz beitragen kann, und der Verhältnisprävention ebenso wie der Entwicklung und Förderung von Gesundheitskompetenz kommt im Hitzeaktionsplan Bedeutung zu.

Nachdem sich die geschätzten Zusatzkosten für das Gesundheitswesen als jenem Sektor in Österreich, der durch Klimaeffekte am stärksten betroffen sein wird, pro Jahr auf bis zu 8 Milliarden Euro belaufen (Steininger et al., 2020), der CO2-Fußabdruck des Gesundheitswesens rund 7 % des gesamten nationalen CO2-Fußabdrucks ausmacht (Weiß et al., 2020) und die Gesundheitsgefahren durch Hitze für die Bevölkerung wachsen (Lichtenegger et al., 2022), lohnt es sich, Hitzeschutz und Hitzekompetenz als strategisches Prinzip in Ihrer Einrichtung zu verankern.

Hitzeschutz ist Gesundheitsversorgung, Prävention und Organisationsverantwortung zugleich. fit4heat begleitet Gesundheitseinrichtungen auf dem Weg vom Hitzeschutzplan hin zu einer umfassenden und wirksamen Hitzeaktionsplanung – abgestimmt auf die spezifischen Anforderungen Ihrer Einrichtung

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Was Hitze mit unserer psychischen Gesundheit macht

Die Österreichische Akademie der Wissenschaften prognostiziert für Österreich bis zum Jahr 2050 einen Temperaturanstieg von bis zu drei Grad Celsius (ÖAW, 2025). Bereits im Jahr 2022 wurden in 35 europäischen Ländern rund 61.000 Todesfälle auf extreme Hitze zurückgeführt (Ballester et al., 2023).

Für die psychische Gesundheit hat diese Entwicklung weitreichende Konsequenzen. Hitze beeinflusst zentrale Dimensionen menschlichen Erlebens und Verhaltens – darunter die psychische Verfassung, kognitive Leistungsfähigkeit, emotionale Regulation sowie daraus resultierende Handlungen (Nikendei, 2021; Fischer et al., 2024). Hohe Temperaturen wirken sich nachweislich auf die Gehirnfunktion aus, verändern Schlafmuster und erhöhen die Reizbarkeit. Gleichzeitig zeigen aktuelle Studien, dass insbesondere Menschen mit bestehenden psychischen Erkrankungen eine erhöhte Vulnerabilität gegenüber Hitze aufweisen (Pörtner et al., 2022). Zusätzlich kann eine durch Psychopharmaka beeinträchtigte Thermoregulation das Risiko hitzebedingter psychischer Belastungen verstärken (Lõhmus, 2018).

Auch auf Bevölkerungsebene lassen sich deutliche Zusammenhänge erkennen: Bereits ein Anstieg der durchschnittlichen Monatstemperatur um ein Grad Celsius geht mit einer Zunahme der Suizidinzidenz um etwa 1,5 % einher (Thompson et al., 2023). Parallel dazu steigen Krankenhauseinweisungen und Notfallkontakte aufgrund psychischer Störungen signifikant an (Radua et al., 2024). Darüber hinaus gewinnt das Phänomen der sogenannten Klimaangst zunehmend an Bedeutung: Sie kann zu erhöhter psychischer Belastung führen und steht im Zusammenhang mit Depressionen, Angststörungen, Stressreaktionen bis hin zu existenzieller Angst (Fekih-Romdhane et al., 2024). Symptome posttraumatischer Belastungsstörungen sowie anderer psychischer Erkrankungen können sich unter Hitzeeinwirkung verstärken (Cosh et al., 2024). Besonders gefährdet sind Menschen mit Suchterkrankungen oder Schizophrenie (Stratil et al., 2026). Zudem gibt es konsistente Hinweise darauf, dass hohe Temperaturen aggressives Verhalten sowie die Wahrscheinlichkeit von Gewalt- und Eigentumsdelikten erhöhen.

Diese komplexen Zusammenhänge machen deutlich, dass Hitze nicht nur ein somatisches, sondern auch ein zentrales psychisches Gesundheitsrisiko darstellt. Daraus ergibt sich ein klarer Handlungsauftrag für alle Gesundheitsberufe: Medizin, Pflege und Therapie benötigen spezifisches, evidenzbasiertes Wissen, um die Versorgungssicherheit während Hitzeperioden zu gewährleisten und in Akutsituationen rasch und adäquat reagieren zu können. Ebenso zentral ist die Prävention. Sie erfordert neben fachlicher Expertise auch ausgeprägte kommunikative Kompetenzen, um vulnerable Personengruppen gezielt zu erreichen.

Durch strukturierte Information, individuelle Beratung und den Aufbau von Gesundheitskompetenz können Fachpersonen einen entscheidenden Beitrag leisten, die Auswirkungen von Hitze auf die psychische Gesundheit zu reduzieren. Angesichts des derzeit noch unzureichenden Vorliegens klinischer Leitlinien kommt Gesundheitsexpert:innen zudem eine gestaltende Rolle zu: Sie sind gefordert, evidenzbasierte Strategien zu entwickeln, interprofessionelle Zusammenarbeit zu stärken und aktiv an der Weiterentwicklung von Standards im Kontext von Klima und Gesundheit mitzuwirken (Desai et al., 2023).

Die psychischen Auswirkungen von Hitze erfordern neben fachlicher Expertise auch Kommunikation, Prävention und Gesundheitskompetenz. fit4heat unterstützt Gesundheitseinrichtungen dabei, wissenschaftliche Erkenntnisse in praxisnahe Maßnahmen zum Schutz gefährdeter Personen in ihrer Einrichtung zu übersetzen und Hitzeschutz als Bestandteil moderner Gesundheitsversorgung zu verankern. Individuelle Schulungskonzepte helfen dabei, die Hitze- und Klimakompetenz Ihrer Mitarbeiter:innen nachhaltig zu stärken.

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Hitze tötet – Prävention rettet Leben

Aktuelle Daten, Risikogruppen und Präventionsmaßnahmen

Hitze zählt heute zu den größten umweltbedingten Gesundheitsrisiken. Während Hitzewellen früher als außergewöhnliche Ereignisse galten, treten sie mittlerweile häufiger, intensiver und über längere Zeiträume auf. Die gesundheitlichen Folgen sind gut dokumentiert – sie reichen von einer Verschlechterung chronischer Erkrankungen bis hin zu einer erhöhten Sterblichkeit.

Aktuelle Daten der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) zeigen, dass im Jahr 2025 in Österreich schätzungsweise 449 Menschen an den Folgen extremer Hitze verstorben sind, im Jahr 2024 waren es sogar 989 Personen (AGES, 2026). Diese Zahlen verdeutlichen, dass Hitze längst nicht mehr nur ein meteorologisches, sondern vor allem ein gesundheitliches Problem darstellt.

Besonders betroffen sind Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bereits ein Anstieg der durchschnittlichen Umgebungstemperatur führt zu einer signifikanten Zunahme der hitzebedingten Sterblichkeit. Während mehrtägiger Hitzewellen mit Temperaturen über 30 °C steigt das Mortalitätsrisiko durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen um rund 11,7 % (Liu et al., 2022; Desai et al., 2023).

Ein vergleichbares Bild zeigt sich bei Atemwegserkrankungen. Bereits ab einer mittleren Tageslufttemperatur von etwa 18 °C nimmt die Sterblichkeit messbar zu und erreicht an sehr heißen Tagen einen Anstieg von bis zu 40 %. Besonders ausgeprägt ist dieser Effekt bei chronischen Lungenerkrankungen (Schlegel, Muthers & Matzarakis, 2021).

Auch Menschen mit Nierenerkrankungen gehören zu den besonders gefährdeten Personengruppen. Nach aktuellen Untersuchungen steigt das Sterblichkeitsrisiko pro zusätzlichem Grad Celsius durchschnittlicher Temperatur um 2,48 %, während Hitzewellen erhöht sich die Mortalität um 3,48 % (Guo et al., 2026).

Ebenso weisen Menschen mit Diabetes mellitus ein erhöhtes hitzebedingtes Sterberisiko auf. Bei Temperaturen über 31 °C steigt die Gesamtmortalität um rund 25 %, wobei Menschen mit Diabetes mellitus Typ II stärker betroffen sind als Personen mit Diabetes mellitus Typ I (Luo et al., 2025).

Diese Beispiele verdeutlichen, dass Hitze bestehende Erkrankungen nicht nur verschlechtert, sondern lebensbedrohliche Komplikationen auslösen kann. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, chronisch erkrankte Personen sowie Menschen mit eingeschränkter Thermoregulation oder hitzerelevanter Medikation.

Die gute Nachricht ist: Ein großer Teil hitzebedingter Gesundheitsfolgen ist vermeidbar. Voraussetzung dafür sind eine frühzeitige Risikoerkennung, strukturierte Präventionsmaßnahmen und gut vorbereitete Gesundheitseinrichtungen.

Jede verhinderte hitzebedingte Komplikation und jeder vermiedene Todesfall beginnt mit guter Vorbereitung. fit4heat unterstützt Gesundheitseinrichtungen dabei, wissenschaftliche Erkenntnisse in wirksame Präventionsmaßnahmen zu übersetzen – durch individuelle Hitzeschutz- und Hitzeaktionspläne, praxisorientierte Schulungen und die nachhaltige Förderung von Hitze- und Gesundheitskompetenz zum Schutz gefährdeter Personen in Ihrer Einrichtung.

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